Land Restaurieren – Ein Interview


Eucalyptus kann Boden unfruchtbar machen. Aloice Massawe hat in seiner Jugend eine ehemalige Eucalyptusplantage am Fuß des Kilimandscharo gekauft. Seitdem arbeitet er daran die Bodenfruchtbarkeit dort wiederherzustellen. Wie funktioniert es, wie lange dauert das und womit kämpft er noch immer?

Aller Anfang ist schwer

Isabella: Wie lange war dein Land eine Eucalyptusplantage?

Aloice: Seit meiner Geburt. Bevor es eine Eucalyptusplantage war, war es eine Kaffeefarm.  Dann ist der Besitzer gestorben und seine Kinder haben das Land nicht entwickelt. Eigentlich wurde der Eucalyptus nicht gepflanzt, er wächst einfach wenn ein Hof nicht bewirtschaftet wird, er übernimmt alles.

Aloice auf seiner Farm.
Aloice auf seiner Farm. Wie eine an den Farnen erkennen kann, wurde dieses Stück erst vor kurzem erschlossen.

I: Wann hast du den Hof gekauft?

A: Ich habe das erste Stück 1988 gekauft. Ich hatte wenig Geld, also musste ich alle Stämme selbst ausgraben. Der Stand war eng, etwa zwei Meter auseinander. Es waren so viele. Die meisten hatten etwa einen Meter Durchmesser, weil die Bäume neun Jahre vor dem Kauf gefällt worden sind. Aber die Stämme haben ausgeschlagen und sind immer wieder für Feuerholz und Baupfähle geschnitten worden. Das hat dazu geführt, dass sich die Stammbasis vergrößert hat.

Ich habe das Land gemeinsam mit meinem Nachbarn gekauft. Ich habe aber nur ein Viertel bekommen. Natürlich hätte ich mir die Hälfte leisten können, aber mein Nachbar konnte sofort zahlen und ich nicht. Also habe ich nur ein Viertel anstatt der Hälfte bekommen.

Das sind einiger der Baumstämme die Aloice ausgegraben hat. Letztes Jahr habe ich geholfen einen Apfelstamm auszugraben, der nur ein Drittel so groß war. Mir ist die Lust schon in den ersten 10 Minuten vergangen.
Das sind einiger der kleineren Baumstämme die Aloice ausgegraben hat. Letztes Jahr habe ich geholfen einen Apfelstamm aus zugraben, der nur ein Drittel so groß war. Mir ist die Lust schon in den ersten 10 Minuten vergangen.

Zu der Zeit war ich bei der Regierung beschäftigt. Ich bin jeden Samstag heimgekommen. Jedes Mal wenn ich gekommen bin, habe ich meinen Rucksack abgelegt, eine Axt, eine Haue und Sachen genommen und bin ins Gestrüpp gegangen, während Agnes, meine Frau, Kaffee gekocht hat. Bevor der Kaffee fertig war, habe ich vielleicht einen halben Stamm geschafft. Das habe ich an Samstagen gemacht bis es völlig dunkel war. Vielleicht habe ich es geschafft zwei oder drei Stämme raus zuziehen. Je nach dem wie groß sie waren, manchmal nur einen.

An Sonntagen bin ich in die Kirche gegangen, in die Messe ganz in der Früh. Alle sind katholisch hier, sie finden es ist illegal am Sonntag zu arbeiten. Also bin ich mitten ins Gebüsch, wo mich keiner gesehen hat, und habe dort Stämme ausgegraben, ohne das sie es gemerkt haben. Ich habe so viele Stämme herausgezogen wie ich konnte. Am nächsten morgen, am Montag, bin ich früh aufgestanden, habe vielleicht noch einen Stamm herausgezogen und bin zur Busstation gelaufen um zur Arbeit zu fahren. Das habe ich viele Jahre lang gemacht.

I: Woher hast du gewusst, dass der Boden unter dem Eucalyptus nicht fruchtbar war?

A: Weil du unter den Bäumen kein Gras wachsen siehst. Kein Gras, nichts. Und diese Eucalyptusart hat eine bestimmte Substanz, die verhindert, dass sich die Streu zersetzt. Die Streu kann über Jahre hinweg unzersetzt bleiben. Das ist der Grund weshalb keine Pflanzen unter Eucalyptus wachsen, außer Eucalyptus selbst. Und nachdem du solche Bäume entfernt hast, wenn du irgendwas pflanzt, es wird nicht wachsen.

Diese Eucalyptus Art lässt kaum Unterwuchs zu. Ein paar Farne und das war's auch schon.
Diese Eucalyptusart lässt kaum Unterwuchs zu. Ein paar Farne und das war’s auch schon.

Wie es geht

B: Was hast du als erstes gepflanzt nachdem du die Stämme ausgegraben hast?

A: Nachdem ich die Stämme ausgegraben habe, die erste Pflanze die ich anbaue sind Bohnen. Um den Boden zu düngen und weil sie schnell wächst.

B: Hast du welche davon geerntet?

A: Oh ja, ich habe geerntet. Manchmal bekommst du keine oder sie produzieren nur wenig, weil das Land nicht fruchtbar ist. Aber ich habe auch Kuhmist gekauft. Selbst jetzt kaufe ich normalerweise Kuhmist in Fuhren von den Maasai aus Arusha. Alle anderen hier machen das auch. Jedes Jahr kaufe ich eine Fuhre Mist um Mais und Bohnen zu anzubauen.

Das habe ich gemacht seit ich die Stämme ausgegraben habe. Es ist also nicht nur Bohnen pflanzen, sondern auch die Verwendung von Mist. Dadurch kann der Boden auch andere Pflanzen hervorbringen.

Es gibt kein einziges Jahr in dem ich keinen Mist gekauft habe. Außerdem halte ich ein paar Kühe und Ziegen um mich auch selbst mit Mist zu versorgen. Du kannst gar nicht den ganzen Mist kaufen den du brauchst. Du musst etwas mit deinen eigenen Tieren beitragen.

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Mist von den eigenen Tieren ist ebenfalls wichtig. Wenn Aloice aber nicht aufpasst, dann hauen sie ab und können in einem Tag die Arbeit von zwei Jahren ruinieren.

Wenn du die Erosion komplett anhalten könntest, was nicht wirklich möglich ist, weil der Regen manchmal sehr intensiv wird, dann könntest du es ohne Mist schaffen. Denn jedes Jahr könntest du die neue Kultur verwenden um die Fruchtbarkeit zu erhalten.

B: Was hast du noch gemacht um die Bodenfruchtbarkeit nach dem Eucalyptus wieder herzustellen?

A: Ich habe auch Bäume gepflanzt, Croton macrostachyus. Croton ist einer von den Bäumen von denen wir glauben, dass er den Boden anreichert. Seine Blätter zersetzen sich so leicht, du kannst sogar sehen das es den Boden verbessert. Außerdem hat er einen breiten Wuchs, sodass ich seine Äste verwendet habe um meine ersten Bienenstöcke aufzuhängen und für die schnelle Futterversorgung. Crotonblätter werden nämlich auch von Kühen und Ziegen gefressen, sodass du gleichzeitig Tierfutter bekommst.

Eigentlich beschäftigt sich Aloice hauptsächlich mit Bienen. Er geht regelmäßig ins Gelände und hängt Kästen für stachellose Bienen auf.
Eigentlich beschäftigt sich Aloice hauptsächlich mit Bienen. Er geht regelmäßig ins Gelände und hängt Kästen für stachellose Bienen auf.

Eine andere Sache die ich gemacht habe war Terrassen zu graben, um die Bodenerosion zu reduzieren. Heute ist meine Farm einen Meter höher als die anderen Grundstücke. Es ist wegen der Terrassen. Und auf den Terrassen pflanze ich Dinge wie Ipomoea batata, Süßkartoffel, die helfen, die Bodenerosion auf der Terrasse aufzuhalten.

Außerdem, wenn der Boden eben gehalten wird bleibt das Regenwasser stehen. Und wenn das Regenwasser stehen bleibt, werden einige Nährstoffe zurückgehalten, die der Regen ausgewaschen hat.

Und meistens, wenn wir den Boden bearbeiten, schneiden wir alle Beikräuter (Unkräuter) um die gewachsen sind und werfen sie auf einen Haufen. Dann graben wir um. Nach dem Umgraben machen wir Reihen und vergraben das Beikraut in den Reihen, sodass es sich zersetzen und die Bodenfruchtbarkeit erhöhen kann.

Veränderungen sehen

B: Abgesehen von der Bodenfruchtbarkeit, welche Veränderungen hast du im Boden wahrgenommen, nachdem du begonnen hast damit zu arbeiten?

A: Verschiedene Pflanzen können jetzt wachsen. Du kannst sehen wie es sich ändert. Zuerst wachsen bestimmte Grasarten und Kräuter. Später, desto fruchtbarer das Land wird, desto mehr kannst du andere Pflanzenarten sehen, die nur auf fruchtbarem Land wachsen.

B: Wie viele Jahre hat es gedauert bis du gemerkt hast, dass Fruchtbarkeit zeigende Beikräuter wachsen?

A: Etwa fünf Jahre. Mein Nachbar, er hat alle Stämme sofort ausgegraben, hat sofort mit synthetischem Dünger und Monsanto-Samen angefangen. Es hat bei ihm vielleicht drei Jahre gedauert, bis er eine erste gute Ernte gehabt hat.

Ohne synthetischen Dünger erholt sich das Land langsamer, aber dafür hält es auch länger an und ist nicht so teuer.
Ohne synthetischen Dünger erholt sich das Land langsamer, aber dafür hält es auch länger an und ist nicht so teuer. Zumindest was den Dünger betrifft, wenn ich mir die Arbeitszeit ansehe sieht’s wohl eher anders aus.

B: Kannst du heute noch Unterschiede in der Ernte sehen?

A: Nein, es ist gleich. Sobald du den maximalen Output auf deinem Land erreichst kannst du nicht darüber hinaus gehen. Seine Frau betreibt jetzt den Hof, jedes Jahr muss sie synthetischen Dünger verwenden, denn wenn du es nicht tust, hast du keine Ernte. Aber wenn du Mist verwendest, könntest du sogar zwei Jahre Ernten ohne welchen auszubringen. Eigentlich besteht das ganze Land schon aus Mist. Ich habe keine synthetischen Dünger auf meinem Hof verwendet.

B: Wenn du heute eine handvoll Erde von einem deiner Grundstücke nimmst, inwiefern sie anders als damals?

A: Sie ist sehr anders. Land das vor kurzem noch von Eucalyptus bewachsen war hat einen bestimmten Geruch, der Bodenarmut anzeigt, es ist ein wirklich unangenehmer Geruch. Mit der Zeit, zusammen mit der Entfernung der Eucalyptusbäume, gibt es keine Versorgung mit neuen Eucalyptusblättern mehr. Das heißt, dass sich das alte Laub früher oder später ebenfalls zersetzt. Sobald sie alle zersetzt sind verändert sich die Bodenstruktur völlig.

Das Laub dieser Eucalyptus Art zersetzt sich kaum.
Das Laub dieser Eucalyptusart zersetzt sich kaum.

Der Boden wird dunkler, er wird irgendwie lehmig, Wasser dringt ein. Wenn das Land vor kurzem mit Eucalyptus bewachsen war, selbst wenn es einige Zeit regnet, wenn du runter gräbst, ist der Regen nicht in den Boden gesickert. Aber mit der Zeit zersetzt sich die Streu und dann, wenn der Regen kommt, versickert das Wasser und geht ein bisschen tiefer. Auch die Textur ist klebriger, im Vergleich zur Anfangszeit.

B: Was hast du dir gedacht, als du das Land zum ersten Mal gesehen hast? Wie bist du darauf gekommen mit Bohnen anzufangen?

A: Ich habe schon vor langem gelernt, dass Leguminosen helfen den Boden zu verbessern. Als ich das Land gekauft habe, so viele Leute haben mich angesehen und gesagt „Er ist verrückt.“, denn es wird Jahre dauern bist du von so einem Boden irgendwas ernten kannst.

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Bodenverbesserung + Ertrag. Bohnen sind doppelt gut.

Das ist auch der Grund weshalb ich das Land kaufen konnte. Ich war nicht reich. Es hat reichere Leute gegeben, die es hätten kaufen können, aber sie dachten es wäre zu mühsam den Boden zu verbessern. Aber weil ich wusste, dass ich den Boden verbessern kann, das ist der Grund weshalb ich das Land kaufen konnte. Ansonsten wäre es sehr teuer gewesen.

B: Wie viele Jahre hat es gedauert bis du deine erste richtige Ernte hattest, die nicht vom Eucalyptus beeinflusst war?

A: Es war etwa sechs Jahre später, nachdem ich alle Eucalyptusbäume entfernt habe.

Weitermachen ist auch schwer

B: Siehst du noch Anzeichen, dass das Land von Eucalyptus bewachsen war?

A: Ja, an einigen Stellen sind noch Eucalyptuswurzeln im Boden. Es gibt diese Käfer, die normalerweise auf alten Baumstämmen leben. Sie tauchen immer dort auf, wo die Wurzeln noch im Boden sind. Die Käfer fressen sich zersetzendes Holz und verursachen Schäden an den Bananen. Sie bohren sich in die Stiele, die dann gelb werden. Dann weißt du, dass die Eucalyptuswurzeln noch da sind.

B: Das heißt selbst dreißig Jahre später gibt es noch Probleme?

A: Ja, selbst Kartoffeln. Wenn ich Kartoffeln auf meinem Land hätte, dann wären sie alle durchlöchert. Der einzige Weg den Käfer zu beseitigen ist die ständige Verwendung von Pestiziden. Aber Pestizide wirken sich auch auf Wurzelgemüse, wie zum Beispiel Yams, aus. Also verwende ich keine, weil du das eine gewinnst, aber das andere verlierst. Ich hätte lieber nur die halben Kartoffeln, als ganze Kartoffeln aber weniger Yams.

B: Wenn du mit dem was du heute weißt zurückgehen würdest, was würdest du anders machen, wenn du dasselbe Stück Land hättest?

A: Nicht viel. Vielleicht, jetzt wo ich Permakultur-Praktiken kenne, würde ich nicht nur in Techniken wie Terrassierung vertrauen, sondern auch Schwellen, kreisförmige Schwellen und intensives Mulchen. Natürlich habe ich schon vorher über Mulchen Bescheid gewusst, aber mit lebenden Bodendeckern.

Weißt du, manchmal weißt du was das richtige wäre, aber du wirst auf einen anderen Weg gezwungen. Es sollte zum Beispiel Bodendecker geben. Sie sind gut um Boden aufzubauen. Aber vielleicht bringen dir die Bodendecker kein Einkommen. Aber du brauchst ein Einkommen, also bist du gezwungen Mais zu pflanzen. Du hättest vielleicht lieber Kürbis gepflanzt, aber der hat keine Nachfrage, und selbst wenn, sind die Erträge nicht so groß. Oder, was du vom Kürbisverkauf bekommst, bringt dich nicht durch.

B: Du hast von Bodenverbesserung erzählt. Wie hast du deine Beobachtungen dazu gemacht?

A: Traditionellerweise wissen die Leute wie man guten Boden identifiziert und wie er sein sollte. Außerdem gibt es Indikatorpflanzen. Zuerst wächst ein bestimmtes Gras, Sangari, das sehr hart ist. Meistens wächst es unter dem Boden und schießt mit Blattstrukturen nach oben. Es zeigt ausgelaugten Boden. Es ist der erste Pionier, der nach dem Entfernen von Eucalyptus wächst.

Comelina benghalensis zeigt gute Bodenfruchtbarkeit an.
Comelina benghalensis zeigt gute Bodenfruchtbarkeit an.

Danach wachsen verschiedene Bidens-Arten. Bidens pilosa zum Beispiel wächst nur auf Boden, der sich im Übergang von verarmt zu gut befindet. Nach Bidens pilosa wächst Commelina benghalensis. Sobald du die auf dem Hof siehst kannst du sicher sein, dass der Boden jetzt fruchtbar genug ist. Das Land ist jetzt wie auf jeder anderem Hof. Du musst es nur instand halten, es gesund halten und sicher stellen, dass es nicht mehr schlecht wird, weil du Erosion zulässt.

B: Und wie ziehst du Schlüsse aus deinen Beobachtungen?

A: Wir reden darüber. Meistens reden wir darüber. Ich schreibe nicht, weil ich niemandem Rede und Antwort stehen muss 🙂

Anmerkung: Es handelt sich um die Art Eucalyptus maidenii. Es gibt etwa 300 Eucalyptusarten, die aber nicht so negative Auswirkungen auf die Bodenfruchtbarkeit haben.

Eucalyptus can render soil infertile. In his youth Aloice Massawe bought a former Eucalyptus plantation at the foot of Mount Kilimanjaro. Ever since he is working on restoring it’s fertility. How does it work, how long does it take and where is he still struggling?

It’s hard at the beginning…

Isabella: For how long was your land a Eucalyptus plantation?

Aloice: Since I was born. Before it was a Eucalyptus plantation it was a coffee farm. But the owner died and his children did not develop it. Actually the eucalyptus trees here were not planted, they just grow if a farm is not attended, they take over.

Aloice on his land. As you can see on the ferns, this piece of land was broken only recently

I: When did you buy this farm?

A: I bought the first piece in 1988. I was short of money so I had to pull out all the stems by myself. They had a narrow spacing, like two meters apart. They were so many. Most of them were nearly one meter in diameter, because the Eucalyptus has been cut down nine years before that and coppices kept coming. They were cut down again and again for firewood and building poles, which led the stems to expand.

I bought the land jointly with my neighbor, but because I was not able to afford half of it I just got a quarter when the lot was sold to us. Of course I could have afforded it, but my neighbor could pay right away, and I couldn’t. So I just got a quarter of it instead of half.

These are some of the trunks Aloice pulled out. Last year I helped removing the trunk of an apple tree, a third of this size. I lost motivation within the first 10 minutes.

At that time I was government employed. I came home every Saturday. Every time I came back I put down my bag, I picked up an axe, a hoe and things and went into the farm, while Agnes, my wife, was preparing me some coffee. Before the coffee was ready, maybe half a stem was gone. I did so on Saturdays until it was completely dark. Maybe I managed to pull out two or three stems. Sometimes just one, depending on how big it was.

On Sunday I would go to church for the early mass. Everybody is a catholic here, they think it is illegal to work on Sunday. So I would go right into the middle of the bush and dig out stems without them knowing. I pulled out as many stems as I could. The next morning, on Monday, I woke up very early again, maybe pulled out another stem and rushed to the bus station quickly to go to work. I did so for many years.

I: How did you know that the soil under the eucalyptus was not fertile?

A: Because under the trees you do not see any grass growing. No grasses, nothing. And this kind of Eucalyptus has a certain substance which inhibits litter decay. The litter can stay intact for many years. That’s why no plants grow under the Eucalyptus except the Eucalyptus itself. And after removing such trees, if you plant anything, it will not grow.

This Eucalyptus species does not allow any undergrowth. Some ferns and that is it.

How to do it

I: What did you plant first after pulling out the stems?

A: After pulling out the stems, the first crop I usually plant is beans. To nitrify the soil and also because it is a short season crop.

I: Did you harvest any of those beans?

A: Oh yeah, I harvested. Sometimes you do not get any or they do not produce much, because the land is not fertile. But I was also buying cattle manure. Even now I usually buy cattle manure in lorries from the Maasai around Arusha. Everybody else here does so too. Every year I buy a lorry of manure for planting maize and beans.

I was doing that since I uprooted the Eucalyptus stems. So it is not only planting beans but also using manure. By adding manure the soil can grow other plants.

There is no single year I have gone without having to buy manure, as well as keeping some cows and goats for supplying manure myself. You cannot buy all the manure that you need. You have to supply some from your own animals.

Manure from your own animals is also important. But if Aloice does not pay attention, they escape and ruin the work of two years in one day.

If you could stop erosion completely, which is not really possible because sometimes rains get really rough, you could go without adding more manure. Because every year the new crop could be decomposed to maintain the fertility.

I: What else did you do to restore soil fertility after the eucalyptus?

A: I also planted trees, Croton macrostachyus. Croton is one of the trees that is believed to nitrify soil easily. Its leaves decay so easily, you can even see that it is improving the soil. Furthermore they are broad branched trees so I used the branches to hang my first bee hives and to get a quick supply of fodder. Croton leaves are eaten by animals, so at the same time you get animal fodder.

Actually Aloice is mostly working on bees. He visits the forest regularly and puts up boxes for stingless bees.

Another thing I did was digging terraces, to limit the soil erosion. Today my farm is one meter higher than the other pieces of land. It’s because of the terraces. And on the terraces I plant things like Ipomoea batata, sweet potatoes, which help to stop the soil from being eroded on the terrace.

Also if the soil is maintained level, rainwater will stop. And if rainwater stops, some of the nutrients, which have been washed out by rainwater, stay there.

Further, when we are working on the farm, we cut down all the weeds that have grown and pile them somewhere. Then we dig over the soil. After digging we make rows and bury the weeds into the rows so they can decompose and increase the fertility.

Seeing changes

I: Apart from soil fertility, what kind of changes did you notice in the soil after you started working with the land?

A: Different plants are now able to grow. You can see how it is changing. At first you have a certain type of grasses and herbs growing. Later, the more fertile the land becomes the more you see other types of plants, which can only grow on fertile land.

I: How many years did it take until you noticed that the weeds indicating soil fertility were growing?

A: About five years. My neighbour, he pulled out the stems and immediately started with synthetic fertilizer and Monsanto seeds. It took him maybe three years to get a first good harvest.

Without synthetic fertilizer land recovers more slowly, but it also lasts longer and is not as expensive.

I: Can you see any differences in harvest today?

A: No, it is the same. Once you reach the maximum output from that area, you cannot go any further. Now his wife is running the farm, every year she has to use the synthetic fertilizer, because if you don’t you don’t get anything. But if you use manure you could go even two years without applying any. Actually the whole land is now manure. I did not use any synthetic fertilizers for my farm.

I: If you take a hand full of soil, from one of the plots you have worked on, how is it different from back then?

A: It’s very different. Land that has recently been occupied by Eucalyptus trees has a specific smell, which indicates soil poverty, it’s a really unpleasant smell. As time goes on, together with having removed the Eucalyptus trees there is no more supply of new eucalyptus leaves. That means the old leaves will decay eventually as well. Once they are all decayed the structure of the soil becomes completely different.

The litter of this species barely decays.

It becomes darker, it also becomes kind of loamy, water penetrates. When the land is new from Eucalyptus trees, even if it rains for some time, if you dig down, the rain has not penetrated the soil. But as time goes on and litter gets decomposed, now if rain comes, the water penetrates, goes a little deeper. Also the texture of the soil is stickier, than when you first remove the Eucalyptus trees.

I: What did you think when you first saw the land? How did you come up with the idea to start with beans?

A: I learned a long time ago that legumes help to improve soil. When I bought the land, so many people looked at me and said „He’s mad.“, because it will take years until you can harvest anything from such soil.

Soil improvement + yield. Beans are twice as good.

That’s also why I could buy it. I was not rich. There were richer people who could have bought it, but they thought it would be too hard to improve the soil. But because I knew I can improve the soil, that’s why it was possible for me to buy it. Otherwise it would have been very expensive.

I: How many years did it take you to get your first real harvest, that was not impaired by the former eucalyptus?

A: It was about six years later, after removing all the Eucalyptus trees.

… and it’s still hard at the end

I: Do you still find indications that it once has been a eucalyptus plot?

A: Yeah, some of the Eucalyptus roots are still in the ground. There are these beetles which usually live on old tree stems. They end up, wherever there are remains of roots underground. They feed on the decaying wood and cause a disease in bananas. They bore into banana stems, which turn yellow. Then you know the eucalyptus roots are still there.

I: So now, even thirty years later, you still have that?

A: Yes, even potatoes. If I had potatoes on my farm they would be all punctured. The only way you can kill the beetle is continuous application of pesticides. But again pesticides also affect root crops like yams. So I don’t use them in my farm, because you win this and loose this. I’d rather get half potatoes than full potatoes and less yams for.

I: If you had the same plot of land again, but with the things you know now, what would you do differently?

A: Mhh, not much. Maybe now that I know of things like permacultural principles, I would not only trust in things like terraces, but also swells, circular swells and intensive mulching. Of course I knew about mulching from the beginning, but with live ground cover.

But you know, sometimes you might know the right thing to do, but you get forced on a different way. For example, of course there should be ground cover. It’s good for restoring the soil. But maybe the ground cover is not yielding you any crop. But you need crop, so you are forced to plant maize. Maybe you would have preferred to plant pumpkin, which does not have any market, or even if it does, the yield is not so big. Or what you get from selling the pumpkins is not going to sustain your life.

I: You told me about soil improvements. How did you make your observations about the land?

A: Traditionally people know how to identify good soil and how it should be. Also there are indicator plants. First there is a certain grass, called Sangari, which is really hard. Most of the time it grows underground and comes up with leafy structures. It’s an indicator of poor land. This plant is the first pioneer that grows into the arid land after removing eucalyptus.

Comelina benghalensis indicates good soil fertility

After that there are varieties of Bidens pilosa. Bidens pilosa grows only on land that is transitioning from bad to fertile land. After Bidens pilosa, Commelina benghalensis will grow. And once you see it in the farm you can be sure that this farm is fertile enough. That indicates that this farm now is fine. It’s just like any other farm. It’s just for you to maintain it. Keep it healthy and make sure it doesn’t go bad again by allowing erosion.

I: How do you make sense of your observations?

A: We discuss it. Most of the time we discuss it. I don’t write because I don’t report to anybody 🙂

Note: The species this entry is referring to is Eucalyptus maidenii. There are about 300 Eucalyptus species, which do not impact soil fertility in such a detrimental way.

 

 

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